Lange Nacht der Wissenschaften

Zum achten Mal fand in Erlangen, Nürnberg und Fürth am 21. Oktober 2017 die Lange Nacht der Wissenschaften mit rund 1000 Programmpunkten statt. Die Nachwuchsforschergruppe „Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte“ des Lehrstuhls für Germanistische Sprachwissenschaft gestaltete zusammen mit dem Elitestudiengang „Ethik der Textkulturen“ unter der Leitung von Dr. Markus Schiegg eine dieser Veranstaltungen.

In drei über den Abend verteilten Vorträgen stellten wir dabei unser Forschungsprojekt und Korpus vor (siehe http://copadocs.de – Corpus of Patient Documents). Daneben konnten sich unsere über 120 Besucher in einer Posterausstellung über sprachliche Variation in historischen Patientenbriefen, die Heil- und Pflegeanstalten Erlangen, Ansbach und Hamburg Langenhorn, Zeichnungen und Gedichte von Patienten und Methoden der Korpuserstellung informieren.

Ein Highlight des Abends waren sicherlich die Lesungen aus Texten der Patienten, die von Katharina Gunkler, Stephanie Kamm, Jennifer Maass und Carina Weber, Studentinnen von „Ethik der Textkulturen“, gehalten wurden. Besonders gut kam bei den Besuchern die amüsante Schilderung des Hamburger Patienten Walter A. an, der seinen Einbruch in eine Villa mit anschließender Flucht vor der Polizei in allen Einzelheiten beschreibt. Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung einer Schimpfwortliste der Babetta B. aus Erlangen, bei der die Besucher sich im Entziffern der altertümlichen Kurrentschrift üben konnten. Der aus dem Getränkeverkauf erwirtschaftete Gewinn wurde der Caritas Erlangen gespendet.

Monika Foldenauer, Doktorandin der Nachwuchsforschergruppe

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